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Da ich Tiere sehr mag, sehe ich Tiersendungen regelmäßig an. Zu DDR-Zeiten gab es die Sendung "Tierparkteletreff" mit Prof. Dr. Dathe. In dieser Sendung, vor etwa 20 Jahren, habe ich zum ersten mal einen Bobtail gesehen. Viele Hunderassen wurden vorgestellt, doch dieser wuschelige und tolle Hund erregte sofort meine Aufmerksamkeit. Nun begann die Suche nach Information über diese Rasse. Literatur gab leider wenig, und so mußte ich sogar auf Zeitschriften aus dem Westen zurückgreifen.

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Nun kam das Schwierigste! Ich mußte meinen Mann davon überzeugen, dass gerade so ein Bobtail die Erfüllung aller Träume wäre. Er war nicht sooooo begeistert: das Fell, die Größe, der Preis usw. Aus der Zeitschrift "Der Hund" suchte ich mir Bobtailzwinger heraus, schrieb sie an und bat um einen Welpen. Ich bekam nur eine positive Antwort aus Berlin. Familie Brandt mit ihrem Zwinger "vom Boby-Haus" erwarteten Welpen und würden mich vormerken. Nach zwischenzeitlich zwei Jahren war es soweit! Am 23.03.1986 sollte ich meinen Welpen abholen, und noch immer kein überzeugter Ehemann. Da wir vier Kinder hatten und der Bobtail sehr kinderlieb und gutmütig ist, gewann die Rasse bei meinem Mann dann doch. Wir fuhren mit unserem ersparten Geld nach Berlin, um unseren Hund zu holen. Wir konnten nicht wählen. Es war nur noch ein kleines Hundemädchen, namens Enni da. Sie hatte ein blaues und ein braunes Auge, war niedlich und wild, und mit ihr im Schlepptau fuhren wir nach Hause. 

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Nun begann unser Leben mit Bobtails.

Vom Besitzer zum Züchter

Wie kommt man nun vom Bobtailbesitzer zum Züchter?

 

Für uns war das gar nicht so kompliziert. Zu DDR-Zeiten bekam man beim Hundekauf keine Ahnentafel ausgehändigt, sondern nur eine Eintragungskarte, die nach einem Jahr gegen die Ahnentafel ausgetauscht werden konnte. Natürlich nicht einfach so. Wir mussten mit unserem Hund zu einer Nachzuchtbeurteilung. Für eine Züchter ist das sicher eine tolle Sache, denn man sah die meisten seiner Welpen wieder. Die Richterin, die die Nachbeurteilung vornahm, war von Enni begeistert und fragte, ob wir die Absicht hätten zu züchten. Das konnten wir nur verneinen, denn wir waren mit einem Hund als Familienmitglied zufrieden. Die Richterin meinte, es wäre schade nicht zu züchten, und damit begannen unsere Überlegungen. Auf dem Weg von Berlin nach Hause, hatten wir Zeit das Für und Wieder abzuschätzen. Als wir In Wolgast aus dem Auto stiegen, war es klar - wir versuchen es. Wir schlossen uns dem Hundesport an, machten eine Begleithundprüfung und besuchten Ausstellungen. Nach fast drei Jahren war es soweit - die Röntgenergebnisse waren gut (HD 0) und unsere Enni war zuchtauglich.

 

Am 20.02.1988 fuhren wir nach Göritz bei Prenzlau, zu Flash vom Salzasprings, zum Decken. Das Ergebnis dieser Reise hatten wir am 23.04.1988 zu liegen (7/3).

 

Die Welpen fanden allesamt ein nettes zu Hause. Eine Hündin (Afra) haben wir selbst behalten. Sie ist heute 14 Jahre alt und es geht ihr noch gut.

Seit dem sind wir Bobtailzüchter.

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In den Jahren

Inzwischen hat sich unsere Familie vergrößert

Wir haben nicht nur acht Kinder, sondern auch acht Hunde und vier Stubentiger. Vier Bobtails und vier West Highland white Terrier.

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Chrissi beim Baden

Unsere Enni hat uns am 17.05.1996, im Alter von 11 1/2 Jahren verlassen. Sie war etwas Besonderes, ihr Wesen super - der ganze Hund einzigartig ! Wir werden sie nie vergessen.

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Rocky Afra, die Tochter von Enni, war eine lebhafte und verschmuste Hündin - kein Zaun war ihr zu hoch. Jetzt mit ihren 14 Jahren schläft sie zwar viel, doch wenn die Leine klappert springt sie auf und freut sich auf den Spaziergang. Wir freuen uns über sie und hoffen sie noch eine Weile bei uns zu haben.

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Afra auf Tour

Aus dem F-Wurf (geb. am 21.11.1991, Vater: Peekaboos unforgatable Udo, Mutter: Enni vom Tannenkamp) behielten wir Finesse. Ich war sofort in sie verliebt und sie war auch toll. Leider konnten wir mit ihr nur wenige Ausstellungen besuchen, da sie von einem "netten" Nachbarn vergiftet wurde. -Photo kommt noch-

Genau zu dieser Zeit hatte Enni Welpen von Cäcilius aus dem Emscherbruch. Es kam die Überlegung auf, eine Hündin aus diesem Wurf zu behalten. Meinem Mann gefiel das Glühwürmchen. Sie sah nett aus, hatte einen guten Kopf, tolle Pigmente, aber ich wollte eigentlich nicht sofort wieder Finesse ersetzen. Mein Mann konnte sich durchsetzen und Glühwürmchen wurde ein neues Mitglied unserer Familie. Sie hatte es nicht einfach mit mir. Ständig habe ich sie verglichen, und sie kam immer schlechter weg, als Finesse. Auch hat sie soviel Unarten gehabt, wie noch kein anderer Bobby von uns. Sie hat alles angeknappert, Mülleimer entleert und sauber wurde sie auch sehr spät. Mittlerweile ist sie fast 10 Jahre alt, hatte auch Welpen und war eine großartige Mutter.

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Glühwürmchen mit Jackpot

Im Januar 1993 bekam unser "Mädelhaushalt" männlichen Zuwachs. Ein sechsjähriger Bobtailrüde, der ein neues zu Hause brauchte um nicht ins Tierheim zu müssen, wurde von uns aus Kiel geholt. Mother's finest Beach Boy, genannt Rocky, hielt Einzug. Er sah erbärmlich aus und ziemlich mager. Er kam mit allen Kindern und Vierbeinern gut zu recht. Als das Fell anfing zu wachsen, begann ich ihn wieder auf Ausstellungen vorzubereiten. Unbekannt war ihm das nicht, denn er wurde früher oft und erfolgreich auf Ausstellungen präsentiert. An seine Erfolge anzuknüpfen war nicht so leicht. Mit Hilfe von einigen Bobtailern waren wir bald wieder im Rennen - mit sehr gutem Erfolg. Rocky wurde bei uns mehrfach Vater. Seine Kinder waren sehr schön. Ich, die eigentlich nicht so viel für Rüden übrig hatte, liebte diesen Burschen. Er lebte sechs Jahre bei uns und war in jeder Hinsicht eine Bereicherung. Er starb 1999 nach kurzer schwerer Krankheit.

Am 23.03.1999 holten wir eine Hündin aus unserem Zwinger zurück. Bei ihrem Vorbesitzer hatte sie es nicht sonderlich gut. Sie war halb verhungert, zerschunden, zerbissen und demzufolge sehr ängstlich. Die Hündin ist aus unserem N-Wurf und heißt Nanny. Inzwischen ist Nanny eine sehr schöne und unkomplizierte Hündin. Trotz der schlimmen Erfahrungen, die sie machte, hat sie ihr tolles Wesen behalten.

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Ausstellung Gorzow, 2000 (Nanni belegte den 1. Platz und wurde Beste der Rasse)

Mit Nanny besuchte ich einige Ausstellungen, bevor wir uns entschlossen sie eindecken zu lassen. So fuhren wir am 17.02.2001 mit Nanny nach Bützow zu dem Deckrüden Uno di Uno aus dem Elbeurstromtal. Diese Verbindung brachte uns ausser einer durchwachten Osternacht auch noch 9 Welpen (5/4) am Ostermontag. Der Wurf war angenehm ruhig und nach fast drei Jahren Welpenpause, genossen wir den wuscheligen Nachwuchs.

Alle Welpen fanden ein nettes zu Hause, wir selbst haben die Hündin Quintana behalten. Sie ist ein Frechdachs durch und durch, aber jeder hat den Hund, den man verdient. Mal sehen was aus ihr wird

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Quintana beim Schmusen

Ob schönes Wetter oder S...wetter veranstalten wir im Frühjahr und im Herbst jeden Jahres ein Welpentreffen an der Ostsee, von dem zu unserer Freude reger Gebrauch gemacht wird.

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Für Spiel und Spaß für jedermann ist gesorgt.

Die Erwachsenen erspielen beim Hundequiz Leckerlies für ihre Vierbeiner und die Kinder versuchen sich beim Büchsenwerfen, Slalomlaufen mit Hund oder beim Korbballwerfen.

Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz. Ob Eintopf oder Bockwurst, bis hin zum selbstgebackenen Kuchen - hungrig fährt niemand nach Hause.

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Durch die Welpentreffen sind langjährige Freundschaften entstanden, von denen nun schon einige 16 Jahre bestehen. Aber auch die neugewonnenen Bobtailfans nutzen die Möglichkeit Geschwister ihres Vierbeiners und uns wiederzutreffen        

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